Philippinen: Negros und Panay

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Unsere Reise durch die Philippinen begann Tage zurück in Cebu. Nach Bohol geht’s nun weiter quer durch die Insel Negros und dann nordwärts durch Panay bis wir im Paradies in Boracay landen werden.

Dumaguete:

Mit der Fähre gings nach Dumaguete. Dumaguete ist ein ganz herziger kleiner Ort an der Südküste der Insel Negros. Dumaguete hat uns sehr gefallen. Die Stadt selbst bietet nicht wahnsinnig viel aber drumherum gibt es einige Highlights. An der Promenade gibt es einige kleine Restaurants wo man am Abend gemütlich essen kann.

Das Frühstück in unserem Hotel war eine reine Katastrophe, weshalb wir uns entschieden, dies nach dem 1. Tag wegzulassen :) Hier gabs doch tatsächlich eine Regel die besagte: «No leftovers». 200 Pesos ist die Strafe pro Teller. Auch hier in Dumaguete haben wir einen Roller gemietet um die Insel zu erkunden. Da der Verkehr hier «crazy» ist, habe ich mich entschieden nicht selbst zu fahren und bin bei Mika mitgeritten. Auch hier hatte ich trotzdem manchmal noch ein mulmiges Gefühl, wenn zu Stosszeiten aus 2 Spuren dann plötzlich 7 Spuren wurden.

Am 1. Tag mussten wir feststellen, dass es auch hier auf den Philippinen regnen kann 😛 Das kommt in dieser Saison nicht oft vor aber ja, es hat tatsächlich geregnet. Nachdem der Regen wieder aufgehört hat, sind wir sind zu einem benachbarten Ort namens Valencia gefahren um baden zu gehen. Unser Hotel in Dumaguete hatte nämlich keinen Pool und eine kurze Abkühlung bei diesen Temperaturen kam uns sehr entgegen. In Valencia besuchten wir ein Resort, das gleichzeitig eine Art «Badi» ist. Das Wasser kommt von den Bergen und war auch dementsprechend kalt 😉

Bereits seit dem 1. Tag auf den Philippinen wussten wir, dass wir nach Oslob gehen wollen um mit den grössten Fischen der Welt, den «Whalesharks» zu schwimmen. Es sind eigentlich Haie, die aber mehr wie ein Wal aussehen und in Oslob sehr nahe an der Küste leben. Natürlich wird daraus eine grosse Touristenattraktion gemacht. Da wir bei den vorherigen Orten immer weit weg von Oslob waren, haben wir mit diesem Abenteuer noch zugewartet. Nun war der Tag gekommen und wir machten uns auf den Weg nach Oslob. Fahrzeit ca. 30 Minuten plus 30 Minuten mit der Fähre (RORO – roll on, roll off) um auf die Insel Cebu zu gelangen. Das baden mit den Whalesharks dauerte dann ca. 30 Minuten und gab uns die Chance genug tolle Bilder zu machen. Die Tiere waren ca. 4 Meter lang, können jedoch bis zu 18 Meter lang werden und bringen bis zu 21 Tonnen auf die Waage. Es war ein einmaliges Erlebnis und sehr eindrücklich, wenn man so nah dran ist. Zum Glück hatten sie bereits Frühstück gehabt, so blieben wir ganz 😀

Am Nachmittag gingen wir dann noch nach Dauin. Ein Dorf südlich von Dumaguete. Dort gibt es ein Strand wo man nur 10 Meter rausschwimmen muss, um dann direkt bei einem Korallenriff zu sein.

Am letzten Abend trafen wir dann auch wieder unsere Skandinavischen Freunde, welche 2 Tage nach uns nun auch Dumaguete erreichten.

Bacolod:

Mit dem Bus gings weiter nach Bacolod im Nord-Westen der Insel Negros. Fahrzeit 7 Stunden (anstelle von geplanten 6), Fahrkosten ca. 15 CHF für uns beide. Es hat die ganze Fahrt geregnet, daher war dies ein kleiner Trost für uns, dass wir den Tag nicht ganz verloren hatten.

Leider war das Wetter auch die nächsten Tage in Bacolod nicht besser und auch sonst gibt es nicht allzu viel über Bacolod zu erzählen. Der Ort bietet nicht viel für Touristen und ist eher ein Durchfahrtsort für alle die auf dem Landweg in Richtung Norden reisen. Wir besuchten den Park in Bacolod und einen Zoo der sich für gefährdete Tiere einsetzt. Leider ist der Zustand des Zoo’s dem Land entsprechend nicht der beste, aber den Tieren schien es gut zu gehen. Wir haben auch Jungtiere gesehen, was uns hoffen liess. Am Abend gabs noch eine Massage im hoteleigenen Spa. Diesmal durfte Mikael wieder von einer Frau verwöhnt werden, was bei unseren letzten Massagen nicht immer der Fall war :)

Iloilo:

Mit der Fähre gings einmal quer durch den Ozean weiter nach Iloilo, im Süden der Insel Panay. Ilo heisst übersetzt der Fluss. Die Stadt hat den Namen da es eine Flussstadt wie Bern oder London ist. Der Fluss fliesst mitten durch die Stadt und es hat dementsprechend viele Brücken in Iloilo. Iloilo ist ähnlich wie Bacolod eine Durchfahrtsstadt aber hat uns eigentlich gut gefallen. Unser Hotel war im Quartier namens Smallville, das Ausgangsquartier der Stadt. Hier konnte man gemütlich am Abend gleich um die Ecke noch ein Bier zu sich nehmen. Das Essen hier haben wir auch getestet und hatten das wohl schrecklichste unserer ganzen bisherigen Reise :(

Eigentlich hatten wir nur einen Tag in Iloilo als Zwischenstopp geplant, doch wir waren in unserem Zeitplan vorne und das Wetter für den nächsten Tag sah gut aus. Also haben wir uns spontan entschieden noch zu bleiben und den sonnigen Tag am Pool zu verbringen. Am Abend musste ich mein Versprechen einlösen und Mikael ins Kino begleiten um den neuen Starwars Film zu sehen.

Am nächsten Tag gings erneut mit dem Bus weiter nach Caticlan. Caticlan liegt ganz im Norden der Insel Panay und ist der Punkt von dem es nach Boracay geht. Diesmal war die Busfahrt wesentlich unangenehmer, da jeder auch noch so freie Platz ausgebucht war. Wir waren zuversichtlich, da es hiess die Busfahrt dauere nur 4-5 Stunden. Doch am Ende waren es dann doch wieder 7 Stunden. Immerhin liefen 3 Filme so dass es nicht allzu langweilig wurde. An Schreiben oder Arbeiten war ja in dem Bus leider nicht zu denken. Endlich in Caticlan angekommen, nahmen wir ein Boot nach Boracay. Beim Kaufen der Tickets wurde uns einmal mehr die Bürokratie der Philippiner bewusst. 3 Schalter, 3x anstehen für 1 Ticket. 1x für das eigentliche Ticket zu lösen, 1x um die Hafengebühr zu bezahlen und 1x noch die Gebühr für den Staat. Die Bootsfahrt von Caticlan nach Boracay dauerte nur 15 Minuten. In Boracay hatten wir Glück und konnten mit einem E-Bike mitfahren. Diese sind nicht private Fahrten, sondern man teilt sich das Fahrzeug mit andern und es ist dementsprechend günstiger. Leider hat der Fahrer vergessen wo wir hinwollten und ist bei unserem Hotel vorbeigefahren. So durften wir eine gratis Sightseeingtour durch die Insel Boracay geniessen :) Nun ja, es war dunkel und 19:00 am Abend. Wir waren Müde von der langen Reise und froh dann endlich im Hotel angekommen zu sein. Hier endet nun unsere Reise auf dem Weg nach Boracay und durch die Inseln Negros und Panay. Boracay war so schön, dass es ein eigener Eintrag verdient hat. Dazu also bald mehr in unserem nächsten Post.

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